Duane Michals

Wer sel­ber schei­nen will, wird nicht erleuchtet.

[Lao Tse: Tao Te King, aus dem 24. Spruch]

Duane Michals: The illuminated man

Duane Mich­als: „The illu­mi­na­ted man“

Doch wer kann unter­schei­den, ob das Licht der Erleuch­tung nicht der Schein der Ver­blen­dung ist?

Glenn Brown, Rembrandt van Rijn

Wilde zer­ris­sene Züge, jäh aus der Fins­ter­nis bre­chend, als bekäme die Nacht hier plötz­lich sel­ber ein Gesicht.

[Peter Hille, zitiert in Fritz Droop: Pro­log für Hil­les „Aus dem Hei­lig­tum der Schönheit“]

Glenn Brown: Layered portrait (After Lucian Freud) 8

Glenn Brown: „Laye­red por­trait (After Lucian Freud) 8“

Glenn Brown: Layered portrait (After Lucian Freud) 7

Glenn Brown: „Laye­red por­trait (After Lucian Freud) 7“

Glenn Brown: Layered portrait (After Lucian Freud) 9

Glenn Brown: „Laye­red por­trait (After Lucian Freud) 9“

Glenn Brown: Layered portrait (After Rembrandt) 7

Glenn Brown: „Laye­red por­trait (After Rem­brandt) 7“

Glenn Brown schich­tet mit­hilfe des Com­pu­ters bis zu fünf­zehn ver­schie­dene Por­traits – Radie­run­gen und Zeich­nun­gen – eines ande­ren Künst­lers überein­an­der und mani­pu­liert sie solange, bis ein syn­the­ti­sches, ein neues Werk ent­steht. Die­ses wird dann gedruckt und kehrt somit zu sei­ner ursprüng­li­chen, papier­nen Grund­lage zurück.

Obi­ges Zitat nimmt Bezug auf einen Aus­spruch Heb­bels, als er vor einem Rem­brandt stand:

Wilde, rie­sige Züge, her­vor aus der Fins­ter­niß bre­chend,
Als bekäme die Nacht plötz­lich hier selbst ein Gesicht.

[aus Fried­rich Heb­bel: „Gedichte“ (letz­ter Band)]

Rembrandt van Rijn: Selbstportrait

Rem­brandt van Rijn: Selbst­por­trait (1628)

art Maga­zin: Ein krea­ti­ver Dieb
Pres­se­text: Glenn Brown im Lud­wig­s­us­eum Budapest

René Magritte

Wer bist du, geheim­nis­vol­les Phan­tom? Wer bist du, der mich reich beschenkt und kei­nen Dank erwar­tet? Lüfte dei­nen Schleier, Unbe­kannte! Ich will dir dan­ken können!

René Magritte: L'invention de la vie

René Mag­ritte: „L’invention de la vie“

John Bell

Er hat oft mit einem ein­zi­gen Pin­sel­strich die tiefs­ten Geheim­nisse sei­ner Seele darin eingezeichnet.

[aus Hein­rich Heine: „Aus den Memoi­ren des Her­ren von Schna­be­le­wop­ski“, ers­tes Buch, Kapi­tel XI]

John Bell: Getting theirs

John Bell: Get­ting theirs

John Bell: Thanksgiving

John Bell: Thanks­gi­ving

John Bell: Assumed bodily

John Bell: Assu­med bodily

John Bell: Teamwork

John Bell: Team­work

John Bells Stu­dio­blog: The whooly mammoth’s mighty absence
Quod­li­be­tica: An Archive, A Forest: John Bell, Ginny Maki, and Bran­den Martz at the Bell Museum of Natu­ral History

Mani festus

Ich will nicht mehr nur der stumme Rezi­pi­ent sein, ich will in Dis­kurs tre­ten. In mir bohrt der unbän­dige Drang, den Spieß umzu­dre­hen und selbst künst­le­risch zu arbei­ten. Ideen quel­len aus mir her­vor und doch weiß ich nicht, ob ich sie umset­zen kann.

Ein neuer Anstrich muss her. Für mich, für alles andere.

Ohne Titel, aus der Serie Observations on the cityscape of Reykjavík

Ohne Titel (“Obser­va­tions on the city­scape of Reykjavík“)

Zhang Huan

VND in dem sie assen / Nam Jhe­sus das Brot / dancket / vnd brachs / vnd gabs jnen / vnd sprach / Nemet / esset / Das ist mein Leib. Vnd nam den Kelch / vnd dancket / vnd gab jnen den / Vnd sie trun­cken alle draus / Vnd er sprach zu jnen / Das ist mein Blut / des newen Tes­ta­ments / das fur viele ver­gos­sen wird.

[Mar­kus 14:22 – 24 (Luther­bi­bel 1545)]

Zhang Huan: 1/2

Zhang Huan: 1/2

Zhang Huan: ½

Wikipedia-Artikel mit guter Erläu­te­rung der ver­schie­de­nen Eucharistie-Texte: Abend­mahl

Vnd sandte hin Jüng­ling aus den kin­dern Jsrael / das sie Brand­opf­fer drauff opf­fer­ten / vnd Danck­opf­fer dem HERRN von Farren. / VND Mose nam die helffte des Bluts / vnd thets in ein becken / Die an der helfft spren­get er auff den Altar. Vnd nam das buch des Bunds / vnd las es fur den ohren des volcks / Vnd da sie spra­chen / Alles was der HERR gesagt hat / wol­len wir thun vnd gehor­chen / Da nam Mose das Blut vnd spren­get das Volck damit / vnd sprach / Sehet / Das ist blut des Bunds / den der HERR mit euch macht / vber allen die­sen worten.

[2. Mose 24:5 – 8 (Luther­bi­bel 1545)]

Wikipedia-Artiel: Typo­lo­gie

Zhang Huan

Des Teu­fels Hand­lan­ger kön­nen aus Fleisch und Blut sein, nicht wahr?

[aus Sir Arthur Conan Doyle: „Der Hund der Baskervilles“]

Zhang Huan: Pear Blossom Grove

Zhang Huan: Pear Blossom Grove

Zhang Huan: Pear Blossom Grove

Zhang Huan: Pear Blossom Grove

Zhang Huan: Pear Blossom Grove

Zhang Huan: Pear Blossom Grove

Zhang Huan: „Pear Blossom Grove“

Torsten Solin, Hans Bellmer

Du Huren­bett, in jeder Run­zel dei­nes Lei­bes nis­tet Unzucht.

[Georg Büch­ner: „Dan­tons Tod“]

Torsten Solin: Distorsionen

Torsten Solin: Distorsionen

Tors­ten Solin: aus der Serie „Dis­tor­sio­nen“

Favou­rite Artist: Hans Bellmer

[aus Tors­ten Solins DeviantArt-Profil]

Hans Bellmer: La poupée. Seconde partie.

Hans Bell­mer: „La pou­pée. Seconde partie.“

Hans Bellmer: Les jeux de la poupée

Hans Bell­mer: „Les jeux de la poupée“

Samm­lung Scharf-Gerstenberg: „Dou­ble Sexus“, Dop­pel­aus­stel­lung Hans Bell­mer und Louise Bour­geois, noch bis zum 15. August

Bernardino Mei

„Nein, er [Jesus] hat nicht gesagt: „Halt die Schnauze“, er hat eine Peit­sche genom­men und hat ihm in die Fresse gehauen. Das hat er gemacht, du dumme Sau!

[Klaus Kin­ski: „Jesus Chris­tus Erlö­ser“ (Aus­schnitt)]

Vnd der Jüden Ostern waren nahe / vnd Jhe­sus zoch hin­auff gen Jeru­sa­lem / Vnd fand im Tem­pel sit­zen / die da Ochs­sen / Schaf / vnd Tau­ben veil hat­ten / vnd die Wechs­ler. Vnd er machte eine Geis­sel aus stri­cken / vnd treib sie alle zum Tem­pel hin­aus / sampt den Scha­fen vnd Ochs­sen / vnd ver­schutte den Wechs­lern das geld / vnd sties die tische vmb. Vnd sprach zu denen / die die Tau­ben veil hat­ten / Tra­get das von dan­nen / Vnd machet nicht mei­nes Vaters haus zum Kauffhause.

[Mar­kus 2:13 – 16 (Luther­bi­bel 1545)]

Bernardino Mei: Die Tempelreinigung

Ber­na­dino Mei: „Die Tempelreinigung“

Wikipedia-Artikel Cle­an­sing of the Temple

Anonym

Von jenem ban­ner­schwin­gen­den Augen­blick bis heute, wo ich über die Sech­zig geschrit­ten bin, haben mir die Far­ben keine Ruhe mehr gelas­sen. Sie regier­ten irgend­wie mein Leben. Sie erober­ten nicht bloss mein Auge, sie nah­men auch meine Seele. Das kna­bense­lige Grün, das noble Vio­lett, das jauch­zende, blu­tende Rot, vor allem aber das Zitro­nen­gelb berausch­ten mich oft, wie der stärkste Wein es nicht konnte. Und die­ser Rausch hielt an. Ganz ernüch­tert davon, war ich es je? Ich habe in die­sen Far­ben nie nur Far­ben gese­hen. Es wider­steht mir schon, sie ein­fach Far­ben zu nen­nen, was zu sehr nach Schein, Äusser­lich­keit und blos­ser Beklei­dung riecht. Sie gel­ten mir als selb­stän­dige Dinge, von eige­nem, wahr­haft per­sön­li­chem Wesen und von einem ganz erlauch­ten her­ri­schen Charakter.

[aus Hein­rich Fede­rer: „Gelb“]

Anonym (Einsendung bei Postsecret)

Anonym (Ein­sen­dung bei Post­se­cret)

 
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