Semâ Bekirovic

Das Prin­zip aller Dinge ist das Was­ser; aus Was­ser ist alles und ins Was­ser kehrt alles zurück.

[Tha­les von Milet]

Semâ Bekirovic: Water in water

Semâ Bekirovic: Water in water

Semâ Bekirovic: Water in water

Semâ Beki­ro­vic: „Water in water“ (s. auch ihre Home­page)

Feuer zu Feuer und Flam­men zu Flam­men!
Heia, nun glänze, du gol­dige Glut,
Fließe im Feuer, du flam­mende Flut!

[Hein­rich Sei­del: „Das Ate­lier“, Teil der Beschwö­rungs­for­mel des Zauberers]

Semâ Bekirovic: Picture of a fire burning

Semâ Beki­ro­vic: „Pic­ture of a fire burning“ (s. auch ihre Home­page)

Semâ Beki­ro­vic bei Ⅰ like this art

Gregor Gaida

Ja, dort­hin, wo um Gip­fel Nebel brauen,
Wo über kah­len Käm­men Wet­ter­braus,
Wo Stille herrscht mit namen­lo­sem Grauen
Und Öde wal­tet zwi­schen Haus und Haus, –
Dort­hin ich lot­s­en­gleich die Bli­cke richte;
Des Nachts bin ich bei euch und im Gedichte.

[Hen­rik Ibsen: „Zur Tausendjahrfeier“]

Gregor Gaida: Gipfel

Gre­gor Gaida: Gipfel

Gregor Gaida: Gipfel

Gre­gor Gai­das Ein­zel­au­stel­lung „Summe der Geschich­ten“ kann noch bis zum 6. März in der Gale­rie Adler in Frankfurt/Main besucht werden.

Ein letztes Werk vor dem Suizid

Ⅰ have become so depres­sed by the fact of my mor­ta­lity that Ⅰ have deci­ded to com­mit suicide. […]

Ⅰ have no desire for death.
no sui­cide ever had

watch me vanish

[aus Sarah Kane: „4.48 Psychosis“]

Die bri­ti­sche Dra­ma­ti­ke­rin Sarah Kane (1971 – 20. Februar 1999) kün­digt in ihrem letz­tem Stück „4.48 Psy­cho­sisihren Selbst­mord an. Im Februar des­sel­ben Jah­res erhängt sie sich mit ihren Schnürsenkeln.

François Lemoyne: Le temps sauve la verité du mensonge et de l'envie

François Lem­oyne: „Le temps sauve la verité du mensonge et de l’envie“ (3. Juni 1737)

François Lem­oyne (1688 – 4. Juni 1737) litt an schwe­ren Para­noia und nahm sich in einem Anfall durch sie­ben Mes­ser­sti­che in seine Brust das Leben.

Alma del Banco: Winterlandschaft

Alma del Banco: „Win­ter­land­schaft“ (1943, andere Quel­len 1942)

Die avant­gar­dis­ti­sche Kunst der jüdisch­stäm­mi­gen Ham­bur­ge­rin Alma del Banco (1862 – 8. März 1943) wurde 1937 als Ent­ar­tete Kunst dis­kre­di­tiert. Nach­dem sie am 7. März 1943 den Depor­ta­ti­ons­be­fehl bekam, nahm sie sich in der dar­auf­fol­gen­den Nacht mit Mor­phium das Leben.

Frida Kahlo: Viva la vida

Frida Kahlo: „Viva la vida“ (5. Juli 1954)

Frida Kahlo (1907 – 13. Juli 1954) litt seit ihrem neun­zehn­ten Lebens­jahr an den Fol­gen eines tra­gi­schen Ver­kehrs­un­falls, die sie in den letz­ten Jah­ren ihres Lebens an den Roll­stuhl, spä­ter an ihr Kran­ken­bett fes­sel­ten. Nach offi­zi­el­len Anga­ben starb Kahlo an einer Lun­gen­em­bo­lie, den­noch beste­hen ernst zu neh­mende Hin­weise, dass Kahlo Selbst­mord beging.

Nicolas de Staël: Le grand concert

Nico­las de Staël: „Le grand con­cert“ (unvoll­en­det, begon­nen am 10. März 1955)

Auf­grund einer schwe­ren Depres­sion zog sich Nico­las de Staël (1914 – 16. März 1955) ab 1953 zuneh­mend zurück und lebte spä­ter wie­der in sei­ner Hei­mat, dem fran­zö­si­schen Anti­bes. Nach­dem er sich mit einem Kunst­kri­ti­ker traf, der seine Arbeit auf despek­tier­li­che Weise krit­sierte, sprang de Staël von sei­nem sie­ben­stö­cki­gen Wohnhaus.

Angus Fairhurst: Schopfun

Angus Fairhurst: „Schop­fun“ (2008)

Angus Fairhurst (1966 – 29. März 2008), bedeut­sa­mes Mit­glied der Young Bri­tish Artists, wurde in den Wäl­dern von Strath­clyde, einer abge­le­ge­nen Gegend in den schot­ti­schen High­lands, erhan­gen aufgefunden.

Guar­dian: Experts fall out over Van Goghs ‚last pain­ting‘
ScienceBlog.com: The asso­cia­tion bet­ween crea­ti­vity and suicide

Die Hure Babylon

Vnd er bracht mich im Geist in die wüs­ten. Vnd ich sahe das Weib sit­zen auff einem rosin­far­ben Thier/das war vol Namen der lesterung/vnd hatte zehen Hör­ner. […] Vnd an jrer Stirn geschrie­ben den Namen/Das Geheimnis/Die grosse Babylon/die Mut­ter der hure­rey vnd aller gre­wel auff Erden.

[Offen­ba­rung 17:3 – 5; Luther­bi­bel 1545]

Matthias Gerung: Abbildung aus der Ottheinrichbibel

Mat­thias Gerung: Abbil­dung (ergänzt 1530 – 1532) aus der Otthein­rich­bi­bel

The whore is the sym­bol of the city and empire of Baby­lon; many scho­lars hold that this image rep­res­ents the city of Rome and the Roman Empire [pri­ma­rily Europe] in the late first cen­tury C.E.

[Carol L. Myers: „Women in scrip­ture: a dic­tio­nary of named and unna­med women in the Hebrew Bible…“, S. 528]

Ausschnitt aus Metropolis

Aus­schnitt aus „Metro­po­lis“ (1927, Regie: Fritz Lang)

Er [Zeus] nun trat vor die Füße der tadel­lo­sen Europa, leckt‘ ihr dann sanft­mü­tig den Hals, lieb­ko­send dem Mägd­lein. […] Jetzo erhob sie die Stimm‘ in der Schar tief­lo­cki­ger Jung­fraun: „Freun­din­nen, kommt, ihr trau­ten Gespie­lin­nen, daß wir auf die­sem Stiere zusam­men­ge­setzt uns belus­ti­gen! […]“ Also redete sie und bestieg hold­lä­chelnd den Rücken. Auch die ande­ren woll­ten. Da sprang wie im Fluge der Stier auf, denn nun hatt‘ er die Beute; und rasch zu dem Meere gelangt‘ er.

[aus Moschos: „Europa“]

Tizian: Raub der Europa

Tizian: „Raub der Europa“ (1559 – 1562)

Gustave Moreau: Europa und der Stier

Gus­tave Moreau: „Europa und der Stier“ (1869)

Félix Vallotton: Die Entführung der Europa

Félix Val­lot­ton: „Die Ent­füh­rung der Europa“ (1908)

Luo Xu

Luo Xu: „Bull and woman“ (2003)

Rein­hard Urbach: Europa, die Wel­len­rei­te­rin (Wie­ner Zei­tung, 2007)
Wikimedia-Sammlung von Wer­ken zum Thema „Hure Baby­lon“
Wikimedia-Sammlung von Wer­ken zum Thema „Raub der Europa“
Samm­lung von Wer­ken zum Thema „Raub der Europa“

René Magritte und andere

Da rief ein eis­um­starr­ter armer Geist:
„Grau­same See­len, ihr, die jetzt vom Lichte
Zu die­ser letz­ten Stelle Minos weist,
Hebt mir den har­ten Schleier vom Gesichte,
Damit ich lüfte mei­nes Her­zens Weh’n,
Eh’ neu die Träne sich zu Eis verdichte.“

[Dante Alli­ghieri: „Die gött­li­che Komö­die“, Hölle 33.37ff]

René Magritte: L'histoire centrale

René Mag­ritte: „L’histoire cen­trale“ (1927)

René Magritte: L'invention de la vie

René Mag­ritte: „L’invention de la vie“ (1927 – 1928)

René Magritte: Les amants

René Mag­ritte: „Les amants“ (1928)

René Magritte: Les amants II

René Mag­ritte: „Les amants II“ (1928)
René Mag­ritte: 1927 – 1928

Doro­thy Cross: Vir­gin shroud (1993)

Shadi Ghadirian: Untitled

Shadi Gha­di­rian: Untit­led (2000 – 2001)

Greg Kucera: Shroud

Greg Kucera: „Shroud“ (2008)

Michel de Broin: Monument

Michel de Broin: „Monu­ment“ (2009)

Kathy Prendergast

„Die Ent­spre­chung zwi­schen unse­rer Stadt und dem Him­mel ist so per­fekt“, ant­wor­te­ten sie, „daß jede Ver­än­de­rung in Andria eine Neue­rung unter den Ster­nen mit sich bringt.“ Jedes­mal, wenn in Andria etwas geän­dert wor­den ist, suchen die Astro­no­men den Him­mel mit ihren Tele­sko­pen ab und berich­ten dann von der Explo­sion einer Nova […], von der Aus­brei­tung eines Nebels oder der Ein­krüm­mung einer Spi­rale der Milchstraße.

[Italo Cal­vino: „Die unsicht­ba­ren Städte“ (Die Städte und der Him­mel 5, Andria)]

Kathy Prendergast: BLACK MAP SERIES (Germany South)

Kathy Pren­der­gast: „BLACK MAP SERIES (Ger­many South)“

Kathy Prendergast: BLACK MAP SERIES (Finland)

Kathy Pren­der­gast: „BLACK MAP SERIES (Finland)“

Kathy Pren­der­gast: The grey before dawn part 2 @ Ker­lin Gal­lery
Kathy Pren­der­gast: City dra­wings
Kathy Pren­der­gast: Inter­view Mai 2008

Emma McNally

Emma McNally: Field 5 (Detail)

Emma McNally: Field 5 (Detail)

Yamamoto Gendai

Yamamoto Gendai: New Born (Viper A)

Yama­moto Gen­dai: New Born (Viper A)

Wie alles begann

Aber von Tros ent­spran­gen die drei untad­li­gen Söhne,
Ilos, Assa­ra­kos auch, und der gött­li­che Held Gany­me­des,
Wel­cher der schönste war der sterb­li­chen Erde­be­woh­ner:
Ihn auch raff­ten die Göt­ter empor, Zeus‘ Becher zu fül­len,
Wegen der schö­nen Gestalt, den Unsterb­li­chen zugesellet.

[Homer: „Ilias“, 20.232ff]

Rembrandt: Ganymed in den Fängen des Adlers

Rem­brandt: „Gany­med in den Fän­gen des Adlers“

Gany­med, der Schönste unter den Sterb­li­chen, der von Zeus selbst in den Him­mel ent­rückt wurde, um den olym­pi­schen Göt­tern als Mund­schank zu die­nen, Nek­tar und Ambro­sia aufzutafeln.

Die­ses Blog soll süßeste Kunst kre­den­zen, Kunst, über die vor allem aus Zeit­grün­den auf mei­nem Hei­mat­blog Cas­tor und Pol­lux nicht geschrie­ben wer­den kann, statt­des­sen kurze Asso­zia­tio­nen preis geben, auf bereits vor­han­dene Inter­pre­ta­tio­nen und Beschrei­bun­gen ande­rer Auto­ren verweisen.

 

Ganymed - ein Projekt von Castor und Pollux