VND in dem sie assen / Nam Jhesus das Brot / dancket / vnd brachs / vnd gabs jnen / vnd sprach / Nemet / esset / Das ist mein Leib. Vnd nam den Kelch / vnd dancket / vnd gab jnen den / Vnd sie truncken alle draus / Vnd er sprach zu jnen / Das ist mein Blut / des newen Testaments / das fur viele vergossen wird.
[Markus 14:22–24 (Lutherbibel 1545)]


Zhang Huan: ½
Wikipedia-Artikel mit guter Erläuterung der verschiedenen Eucharistie-Texte: Abendmahl
Vnd sandte hin Jüngling aus den kindern Jsrael / das sie Brandopffer drauff opfferten / vnd Danckopffer dem HERRN von Farren. / VND Mose nam die helffte des Bluts / vnd thets in ein becken / Die an der helfft sprenget er auff den Altar. Vnd nam das buch des Bunds / vnd las es fur den ohren des volcks / Vnd da sie sprachen / Alles was der HERR gesagt hat / wollen wir thun vnd gehorchen / Da nam Mose das Blut vnd sprenget das Volck damit / vnd sprach / Sehet / Das ist blut des Bunds / den der HERR mit euch macht / vber allen diesen worten.
[2. Mose 24:5–8 (Lutherbibel 1545)]
Wikipedia-Artiel: Typologie
Des Teufels Handlanger können aus Fleisch und Blut sein, nicht wahr?
[aus Sir Arthur Conan Doyle: „Der Hund der Baskervilles“]






Zhang Huan: „Pear Blossom Grove“
Du Hurenbett, in jeder Runzel deines Leibes nistet Unzucht.
[Georg Büchner: „Dantons Tod“]


Torsten Solin: aus der Serie „Distorsionen“
Favourite Artist: Hans Bellmer
[aus Torsten Solins DeviantArt-Profil]

Hans Bellmer: „La poupée. Seconde partie.“

Hans Bellmer: „Les jeux de la poupée“
Sammlung Scharf-Gerstenberg: „Double Sexus“, Doppelausstellung Hans Bellmer und Louise Bourgeois, noch bis zum 15. August
„Nein, er [Jesus] hat nicht gesagt: „Halt die Schnauze“, er hat eine Peitsche genommen und hat ihm in die Fresse gehauen. Das hat er gemacht, du dumme Sau!
[Klaus Kinski: „Jesus Christus Erlöser“ (Ausschnitt)]
Vnd der Jüden Ostern waren nahe / vnd Jhesus zoch hinauff gen Jerusalem / Vnd fand im Tempel sitzen / die da Ochssen / Schaf / vnd Tauben veil hatten / vnd die Wechsler. Vnd er machte eine Geissel aus stricken / vnd treib sie alle zum Tempel hinaus / sampt den Schafen vnd Ochssen / vnd verschutte den Wechslern das geld / vnd sties die tische vmb. Vnd sprach zu denen / die die Tauben veil hatten / Traget das von dannen / Vnd machet nicht meines Vaters haus zum Kauffhause.
[Markus 2:13–16 (Lutherbibel 1545)]

Bernadino Mei: „Die Tempelreinigung“
Wikipedia-Artikel Cleansing of the Temple
Von jenem bannerschwingenden Augenblick bis heute, wo ich über die Sechzig geschritten bin, haben mir die Farben keine Ruhe mehr gelassen. Sie regierten irgendwie mein Leben. Sie eroberten nicht bloss mein Auge, sie nahmen auch meine Seele. Das knabenselige Grün, das noble Violett, das jauchzende, blutende Rot, vor allem aber das Zitronengelb berauschten mich oft, wie der stärkste Wein es nicht konnte. Und dieser Rausch hielt an. Ganz ernüchtert davon, war ich es je? Ich habe in diesen Farben nie nur Farben gesehen. Es widersteht mir schon, sie einfach Farben zu nennen, was zu sehr nach Schein, Äusserlichkeit und blosser Bekleidung riecht. Sie gelten mir als selbständige Dinge, von eigenem, wahrhaft persönlichem Wesen und von einem ganz erlauchten herrischen Charakter.
[aus Heinrich Federer: „Gelb“]

Anonym (Einsendung bei Postsecret)
Ich weiß nicht warum, auch das Haus gegenüber erschien mir, als ich zum Fenster hinausblickte, auf einmal alt und baufällig, der Verputz an den Säulen gesprungen und abgebröckelt, die Gesimse voller Risse und rauchgeschwärzt, und die früher ockergelben Mauern – gescheckt…
Vielleicht kam es nur daher, daß der Sonnenstrahl, der plötzlich aus den Wolken hervorgebrochen war, sich wieder hinter einer Regenwolke versteckte, so daß sich alles wieder verdunkelte; oder war an mir die ganze trostlose und unfreundliche Perspektive meiner Zukunft vorbeigeschwebt, und ich sah mich selbst, wie ich jetzt bin, doch um fünfzehn Jahre gealtert, in diesem selben Zimmer sitzen, ebenso einsam wie jetzt […]?
[aus Fjodor Dostojewski: „Weiße Nächte“, (Der Morgen)]









Wen Fang: „Wall-14“, „Wall-01“, „Wall-02“, „Wall-05“, „Wall-10“, „Wall-15“, „Wall-32“, „Wall-34“, „Wall-33“ (Diptychon)
A grain of sand is a world, a speck of dust is a dynasty.
[aus dem Kishitigarbha Bodhisattva Sutra]
Him: „For you!“ – giving his heart; literally.
Her: „You do realize I’m breaking up with you, right?“
Him: „That’s the strange thing. It’s actually yours now. Ⅰ don’t know why it works this way but I’m never gonna be able to get over you and so from now on every girl that Ⅰ meet now will be meticulously compared to you and unfortunately none of them will ever measure up to the false memory what you and Ⅰ once ‚had‘.“
[…]
Him: „Well now that you have my heart I’m pretty much an empty cavity inside. For lack of a better term, ‚heartless‘. Ⅰ will now treat each woman Ⅰ meet with a passive aggressive contentiousness that will ruin relationship after relationship for many years to come.“
[Gnarls Barkley: „Who’s gonna save my soul“]

Rob Montgomery: The people you love become ghosts inside of you
Je vois les apôtres comme des corps souffrants. Je l’ai appris après les avoir peints, mais ils sont tous morts de manière atroce. Simon le Zélote est toujours représenté avec une scie parce qu’il a été coupé en deux, un autre a été entièrement dépecé, il y a eu des têtes, des bras et des jambes coupés, des crucifixions à l’endroit et à l’envers, et, à la limite, c’est le christ qui s’en est le mieux sorti. C’est vraiment un concours de Grand-Guignol.
[Axel Pahlavi]






Axel Pahlavi: Auszüge aus der dreizehnteiligen Serie „La céne“ (“Das Abendmahl“, 2006), s. auch: die Apostel und Jesus im Detail
Kritik bei PARISart
Qui connaît les noms des apôtres? On en connaît quelques-uns, mais la plupart ont sombré dans l’oubli.
[Axel Pahlavi]
Ein Nebel hat die Welt so weich zerstört.
Blutlose Bäume lösen sich in Rauch.
Und Schatten schweben, wo man Schreie hört.
Brennende Biester schwinden hin wie Hauch.
Gefangne Fliegen sind die Gaslaternen.
Und jede flackert, daß sie noch entrinne.
Doch seitlich lauert glimmend hoch in Fernen
Der giftge Mond, die fette Nebelspinne.
[Alfred Lichtenstein: Nebel]

Barbara Horiuchi: Ohne Titel (2008)

Barbara Horiuchi: Ohne Titel (2007)

Barbara Horiuchi: Ohne Titel (2006)
schießt die Flinten kalt. euch selber kalt! kaltes Blut! da vorne pfützt Wasser. pfui Teufel! gierig! Dreck! Blut. blutiger Dreck. Blut modert zu schnell. Feuer! Schnellfeuer! raus! nicht einschlafen! wer? nehmt ihm die Patronen aus der Tasche. wir brauchen sie. der Kerl blutet! ein kleines Loch kann so bluten!
[August Stramm: Der Letzte]

Barbara Horiuchi: Ohne Titel (2008)

Barbara Horiuchi: Ohne Titel (2008)
Dieses Selbstbildnis ist Dürers berühmtestes und zugleich das letzte der drei gemalten Selbstporträts. Zum ersten und zum letzten Mal in der abendländischen Kunstgeschichte stellt sich hier ein Künstler im Christusschema dar.
[Anja-Franziska Eichler: „Albrecht Dürer“]

Albrecht Dürer: Selbstbildnis im Pelzrock (1500)
Dan werden wir durch kunst der gottlichen gepildnis destmer vergleicht.
[Albrecht Dürer]
Reinhard Schuster: Eingehende Analyse des Werks